Cerankochfelder reinigen und pflegen

Mein Cerankochfeld - über 20 Jahre alt

Ein Cerankochfeld ist wirklich eine feine Sache - es sieht gut aus und ist pflegeleicht. Obwohl der Werkstoff Ceran® ziemlich unempfindlich ist, sollte man jedoch von Anfang an einige Dinge beachten:

Sein größter Feind ist der Sand, denn der ist hart und kann es zerkratzen. Stellen Sie deshalb niemals z.B. die Einkauftasche auf dem Herd ab, am Boden könnte Sand anhaften. Auch beim Gemüseputzen kommt Sand schon mal vor, deshalb Töpfe und Pfannen nicht auf dem Kochfeld hin und her schieben. Am Besten den Topf- oder Pfannenboden  immer abwischen, bevor man ihn auf den Herd stellt, so kann man Sandkratzer von vornherein vorbeugen.

Hier meine Tipps zur Reinigung und zur Pflege:
Für die tägliche Reinigung genügt es, wenn man das Ceranfeld gleich nach dem Kochen mit einem feuchten Spültuch abwischt und trocken reibt. Grundsätzlich sollte die Kochstelle bei der Reinigung nicht mehr heiß, sonder höchstens noch lauwarm sein.

Übergekochtes immer sofort wegwischen. Bei groben Verschmutzungen oder Angebranntem, die Stelle mit Fettreiniger einsprühen, einen nassen Lappen drauflegen und einweichen lassen (natürlich nicht auf heißer Herdplatte, s.o.). Danach den groben Schmutz entfernen und mit klarem Wasser gründlich nachwischen und  anschließend trocken reiben. Hartnäckigen Schmutz kann man auch mit der Scheuerseite eines Küchenschwamms entfernen. Im Handel gibt es dafür speziell für Glaskeramik geeignete Putzschwämme, die das Kochfeld nicht zerkratzen. Für extreme Fälle habe ich aber auch schon fein verseifte und schäumende Stahlwolle (z.B. Ako-Pads, Abrazo) benutzt, ohne Schaden für mein Ceranfeld. Diese Pads aber nie trocken benutzen!

Oft wird für grobe Verschmutzungen auch ein spezieller Schaber für Glaskeramik empfohlen. Dieser Schaber hat vorne eine Rasierklinge und wenn man ihn richtig einsetzt, funktioniert er auch ganz gut. Besonders wenn mal stark zuckerhaltige Speisen überlaufen, z.B. beim Marmelade kochen. Dann ist der Schaber eine gute Lösung, vor allem wenn man ihn sofort einsetzt, solange der Zucker noch nicht fest eingebrannt ist. Aber wehe man setzt dieses Teil falsch, d.h. verkantet, an! Das kann böse Kratzer geben, die man nicht mehr weg bekommt. Ich  benutze diesen Schaber deshalb nur mit großer Vorsicht. Zum Glück habe ich ihn bislang auch nur selten gebraucht.

Mindestens einmal wöchentlich wird das Kochfeld gründlicher gereinigt. Ich benutze dafür wieder einen Küchenschwamm und etwas flüssige Scheuermilch, sehr gut für Ceranfelder geeignet ist auch ein Putzstein (Supermarkt, Drogerie). Danach wieder mit klarem Wasser nachwischen und trocken reiben.

Ab und zu braucht so ein Cerankochfeld auch etwas Pflege, dazu habe ich einen Geheimtipp: Vaseline! Gelegentlich, nach einer vorherigen gründlichen Reinigung, gibt man eine ganz kleine Menge davon (ca.1 Messerspitze) auf ein Blatt Küchenpapier und verreibt sie gleichmäßig auf dem ganzen Kochfeld, vorzugsweise auf lauwarme Kochfelder (ev. die Platten kurz ein- und wieder ausschalten). Etwas einwirken lassen und mit einem weichen Tuch schön nachpolieren. Das Ergebnis ist ein glänzendes Ceranfeld, das wieder aussieht wie neu. Die Vaseline fettet und schmiert übrigens nicht, sondern erzeugt einen Schutzfilm auf dem Kochfeld.  Verschmutzungen und Fett setzen dann nicht so leicht an und lassen sich auch besser entfernen, auch kleine Kratzer werden unsichtbar. (Vaseline gibt's im Drogeriemarkt, 125 ml kosten ca. 1,99 Euro)

Mein Cerankochfeld ist schon über 20 Jahre alt und immer noch schön, obwohl ich täglich darauf koche. Wie man sieht, braucht man für die Reinigung und Pflege also keine (teuren) Spezialmittel, es geht auch mit den üblichen Reinigungsmitteln, die man sowieso in der Küche benutzt.

Kommentare:

  1. Hallo Monika,
    Deine Tipps sind durchweg sehr hilfreich, klar
    Verständlich, kurz super.
    Danke

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    1. Danke für deinen netten Kommentar. Es tut gut, auch mal ein Feedback zu bekommen!

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  2. super tipp - ich benutze auch ab und zu Vaseline und das Ergebnis ist wie von Ihnen beschrieben - Danke :)

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  3. Danke schön für die Infos! :-)

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  4. Auf die Idee, hier Vaseline zu verwenden, wäre ich NIE gekommen. Wird natürlich ausprobiert.

    Von einer Freundin bekam ich vor kurzem auch einen guten Tipp:
    Sie nimmt zum Reinigen Sodapulver (in Wasser auflösen). Es sei vor allem auch gut bei Chromargan.

    Da ich auch den von dir erwähnten Stein verwende, habe ich das mit dem Soda im Hinterkopf. Ich muss nämlich ein Balkongeländer reinigen, und da ist das Sodawasser sicher eine gute Lösung.

    Grüße von Irene

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  5. Ich habe heute meine nagelneue Ceranfeld benuzt,und ist sofort Weise Flecken enstanden gerade dort wo der Topf gestanden hat.Können Sie mir eine Tip geben wie ich das weg bekommen kann! Ich bin nämlich sehr traurig.Vielleicht sind die Flecken nicht so schlimm, aber mit Wasser und Spüllmittell habe ich die einfach nicht wegbekommen.Ich bin sehr danckbar wenn Sie mir helfen können.

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    1. Das tut mir leid, gerade bei einem neuen Ceranfeld ärgert man sich besonders über jeden Fleck. Ich weiß leider nicht, wodurch deine weißen Flecke entstanden sind, aber vielleicht liegt es an deinem Topf. Töpfe oder Pfannen mit Aluminiumböden, wie z.B.Alu-Gusstöpfe hinterlassen auf dem Cerankochfeld oft weiße Spuren. Man sollte diese Art Töpfe deshalb nie auf dem Ceranfeld herumschieben. Aluminiumspuren sind leider schwierig zu entfernen. Versuche es in diesem Fall mit einem speziellen Glaskeramik-Reiniger.

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  6. Ich reinige mein Ceranfeld mit der einfachsten weißen Zahnpasta die ich finden kann, danach gut abwaschen/ -wischen, fertig (und riecht nicht nach Putzen ;-) ).
    Den Tip mit der Vaseline merke ich mir, danke!

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