Was ist Sternanis?

Sternanis
Unsere einheimische Anispflanze ist ein einjähriges Doldengewächs und ähnelt mehr einer Kräuterpflanze. Dagegen ist der echte Sternanis (Illicium verum) die Frucht eines tropischen Baumes. Diese immergrünen Bäume werden bis zu 10 m hoch und bilden zypressenartige Wälder. Die roten Blüten der Bäume erinnern an Magnolien, die Frucht des Baumes ist der Sternanis (anisi stellati fructus). Das sind bräunliche, rosettenartige, schön geformte Sterne. In der Reife springen die Früchte auf und zeigen die braunen, glänzenden Samenkörner. Die Hülle der Früchte ist aromatischer als die Kerne.

Sternanis duftet wie Anis, aber sein Aroma und sein Geschmack erinnern auch an Fenchel und Lakritz und ist voller, feuriger und schwerer. Wie Anis wird auch Sternanis für Gebäck, vor allem für die Weihnachtsbäckerei, verwendet. Apfel-, Birnen- und Pflaumenmus, Pudding, Obstsuppen und Kompott schmecken noch besser, wenn man etwas Sternanis mitverwendet. Grundsätzlich darf alles mit Sternanis gewürzt werden, was auch mit Anis schmeckt, allerdings muss man rechtzeitig den Stern herausfischen, weil er sonst zu stark würzt.

Ebenso wie unser heimischer Anis enthält auch auch der Sternanis das ätherische Öl Anethol, das in der Lebens- und Arzneimittelindustrie zur Herstellung von Likören, Süßwaren, Teemischungen und kosmetischen und medizinischen Waren verwendet wird.

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