Was ist Buchweizen?

Buchweizen, ganzes Korn
Buchweizen gehört botanisch gesehen nicht zum Getreide, wie beispielsweise der Weizen. Die Buchweizenpflanze (Fagopyrum esculentum) gehört zu den Knöterichgewächsen, wie auch Sauerampfer und Melde. Die einjährigen, krautigen Pflanzen werden 30-80 cm hoch und haben herzförmige Blätter. Die weißlichen oder rosafarbenen Blütenknäuel sind eine ergiebige Bienenweide. Schon nach drei Monaten Wachstumszeit reifen die kleinen dreikantigen und harten Samen. Vor der Weiterverwendung muss zuerst die dicke Samenschale entfernt werden.

Der Ursprung des Buchweizens liegt in Zentral- und Ostasien. Er gelangte während des späten Mittelalters auch nach Mitteleuropa. Buchweizen ist nicht besonders anspruchsvoll. Durch die dicke Samenschale, die rund 30 % seines Gewichts ausmacht, ist er aber nicht sehr ertragreich. Weil er vor allem auf nährstoffarmen Böden gut gedeiht, wurde er in solchen Gebieten deshalb bald zum Grundnahrungsmittel. Im 18. Jahrhundert wurde er durch ertragreichere Feldfrüchte, besonders durch die Kartoffel, verdrängt.

Buchweizen hat einen kernigen, kräftigen und leicht nussigen Geschmack. Man kann ihn als ganzes, geschältes Korn (für Risotto) und als Grütze (für Aufläufe und Füllungen), als Flocken (für Müsli) oder als Mehl kaufen. Buchweizenmehl eignet sich, evtl. mit Weizenmehl gemischt, für Pfannkuchen (Blinis), Waffeln, Nudeln und Klöße. Zum Brotbacken ist Buchweizenmehl allein nicht geeignet, weil es kein Klebereiweiß (Gluten) enthält. Man kann jedoch bis zu 10 % Buchweizenmehl an einen Brotteig geben.

Buchweizen ist gut bekömmlich und leicht verdaulich. Er hat einen hohen Gehalt an wertvollem Eiweiß. So enthält er dreimal soviel Lysin (ein essentieller Eiweißbaustein) wie Weizen und viele lebenswichtige Vitamine, vor allem Vitamin E, Vitamin B12, Zucker, Phosphor, Kalium, Magnesium, Spuren von Vitamin C und Vitamin A. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind
  • Lecithin und rund 70 % essentielle (lebensnotwendige) Fettsäuren im Keim
  • reichlich unverdauliche Ballaststoffe
  • Kieselsäure - wichtig für die Bildung von Haaren und Nägeln
  • Rutin, ein Stoff, der den Stoffwechsel anregt und die Durchblutung fördert
  • Nährwert pro 100 g: 9,8 g Eiweiß, 1,7 g Fett, 72,4 g Kohlehydrate, 342 kcal (1455 kJ)
Nicht enthalten ist Gluten (Klebereiweiß), wer also auf Gluten im Weizen allergisch reagiert, kann Buchweizen ohne Bedenken verzehren.

Rezept für Buchweizen-Risotto:
Zutaten (für 4 Personen)
500 g Buchweizen, ganz
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe (nach Belieben)
etwas Öl
1 Liter Gemüsebrühe (Instant)
100 g Erbsen (TK oder frisch)
100 g Karotten
Petersilie
Salz
Zubereitung
Buchweizen mit der sehr fein geschnittenen Zwiebel in etwas Öl goldgelb werden lassen, Knoblauch (nach Belieben) zufügen. Mit 1 Liter Gemüsebrühe aufgießen, zum Kochen bringen. Kleingewürfelte Karotte zugeben und bei schwacher Hitze zugedeckt 20 Minuten kochen lassen. Die Erbsen zufügen und ca.10 Minuten fertiggaren. Das Risotto mit Salz und etwas Pfeffer abschmecken, mit Petersilie garnieren und z.B. mit Tomatensoße servieren. Das Buchweizenrisotto kann man nach Belieben auch mit anderen Gemüsesorten variieren, z.B. anstatt der Erbsen mit klein gewürfeltem Knollen- oder Stangensellerie oder mit Zucchini, Paprika und abgezogenen Tomaten.

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